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Ein steiler Weg und 66 Hörner

Heute gehen wir von der Materialseilbahn in Madau (1449 m), hinauf, zur Memminger Hütte (2242 m). Aber lasst uns mit dem Frühstück beginnen.

Nachdem wir ausgeschlafen haben, konnten wir uns beim Frühstücksbuffet einen Frucht-/gemüsesaft pressen. Wir haben uns entschieden für: 1 Banane, 1 Möhre, 3 Äpfel, 1 Kiwi, 3 Stücke Melone, 1 handvoll frische Annanas; alles in den Entsafter und die Turbine starten. Das war so erstaunlich laut und lecker, dass wir diesem Saft einen ganzen Absatz widmen.

Nach dem feudalen Frühstück haben wir uns vom Taxi abholen und zur Talstation der Materialseilbahn fahren lassen. Das ist schon komisch, auf dem Jakobsweg wäre niemand auf die Idee gekommen, Teile des Weges auszulassen. Hier ist es, zumindest für uns und die meisten anderen, notwendig. Denn sonst wären die Etappen so nicht zu bewältigen. Einige nutzen auch die Materialseilbahn und lassen sich ihr Gepäck einfach zur Hütte fahren (4 EUR/Rucksack), um dann selbst zu Fuß hinterher zu laufen. Wir entscheiden uns dagegen. So wollen wir nicht auf die Berge. Den Weg, den wir gehen, wollen wir auch mit unserem Gepäck erwandern.

Es geht nun gut vier Stunden ausschließlich steil bergauf. Nach nur 3,5 km und 815 Höhenmeter sind wir alle drei froh, angekommen zu sein. An der Memminger Hütte hat es übrigens noch mehr Murmeltiere, als an der Kemptener Hütte.

HIer bekommen wir zunächst keine Zusage für eine Unterkunft. Wir haben nicht reserviert und kommen als Platz 6 auf die Warteliste. Um 18:00 Uhr, werden dann die noch verbliebenen und trotz Reservierung nicht genutzten Zimmer- und Lagerbetten, gemäß der Warteliste verteilt. Wir bekommen die Betten 118-120, im Lausbubenzimmer. Mit dem (im voraus bezahlten) Frühstück, zahlen wir für Abendessen und Unterkunft ungefähr 105,- EUR. Die (vorhandene) warme Dusche kostete hier übrigens 3,- EUR/2,5 Minuten.
Der Trockenraum ist wesentlich besser belüftet, als in der Kemptener Hütte, darüber hinaus gibt es eine Wäscheleine hinter der Hütte, auf der schon einiges im Verlauf des Tages getrocknet werden kann.

Nach dem Abendessen wollten wir noch eine Runde um den See gehen. Als wir an der Gipfelstation der Materialseilbahn ankamen trauten wir unseren Augen nicht. Unter uns graste eine Herde von 24 Steinböcken. Langsam und leise konnten wir uns auf 5-10 Meter annähern! Wir waren vollkommen euphorisiert. Ohne den Nieselregen und die einsetzende Dunkelheit hätten wir Stunden dort stehen können. Als wir uns zurück gezogen hatten, kam noch eine Gruppe von 9 Jungböcken dazu. Einfach irre.

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